Sonntag, März 02, 2008

Menschliches, Allzumenschliches

Ich gehöre ja zu den unverbesserlichsten Optimisten überhaupt. Letztendlich ist das Leben ja zu kurz, um sich niedergeschlagen zu fühen.

Und hier ein paar schöne Sätze, über die ich gestolpert bin:

"But we were born of risen apes, not fallen angels, and the apes were armed killers besides. And so what shall we wonder at? Our murders and massacres and missiles, and our irreconcilable regiments? Or our treaties whatever they me be worth; our symphonies however seldom they may be played; our peaceful acres, however frequently they may be converted to battlefields; our dreams however rarely they may be accomplished. The miracle of man is not how far he has sunk but how magnificiently he has risen. We are known among the stars by our poems, not our corpses.

Auf neudeutsch: Word and Respect.

Dienstag, Januar 08, 2008

Another year shot to hell

Wir haben 2008 und ich habe meinen alljährlichen Sylvesterblues ganz gut überstanden. Der Rutsch ins neue Jahr war angenehm, wie es zu erwarten war. Aber das die Dorfjugend von Untermaxfeld uns nen Kasten Bier klauen, hätte ich nicht nicht erwartet.

Und das "Bierfest" für mich als überzeugtem Anhänger der Trash-Kultur auch zuviel war, hat mich auch überrascht. Ich hab echt schon viele schlechte Filme gesehen, aber der toppt echt so einiges. Hey, dagegen sind „Dirndljagd am Kilimandscharo“ und „Sunshine Reggae auf Ibiza“ aus dem Oevre von Karl Dall wirklich echte Kinoklassiker.

Aber was gibt es besseres als das Jahr mit echten Abgründen anzufangen. Und im Gegensatz zu anderen Sylvestern bin ich nicht beinahe von irgendwelchen Dächern gefallen oder hätte beinahe ganze Wohnungen angezündet - also praktisch ein voller Erfolg.

Ansonsten erfülle ich natürlich total das Klischee des Durchschnittsdeutschen: pünktlich an Neujahr mit dem Rauchen aufgehört, in Klausur 2007 Revue passieren lassen und beschlossen, noch mehr in diesem Jahr mein Ding zu machen: mehr Geschichten, mehr Schönheit, mehr Frauen, mehr Küsse, mehr Sex. Ich bin ein einfacher Mann.

Dafür opfer ich doch gerne die Glimmstengel.

Montag, November 26, 2007

Es geht weiter....

Nicht jetzt, aber in den nächsten Tagen. Life's good.

Montag, März 19, 2007

Eine Geschichte zweier Städte

"It was the best of times, it was the worst of times" - so beginnt Charles Dickens "A Tale of Two Cities". Seit geraumer Zeit pendle ich als fliegender Berater zwischen Mü und Mü - also München und Münster - hin und her: Montag rauf und Donnerstag wieder zurück.

Sowas hat ja auch sein Gutes - man beginnt seine Zeit zu nutzen, da man während der Woche entwurzelt ist und am Wochenende seinen Heimaturlaub nutzen möchte.

Da das ganze voraussichtlich noch bis in den Sommer dauern wird, ist das eine gute Gelegenheit für angewandte Städtekulturstudien. Mal schauen, was da rauskommt...

Sag mir, wo die Mädchen sind, wo sind sie geblieben?

Anscheinend alle letzten Samstag im Pure, einem neuen Club an der Münchner Freiheit. Bin da durch Zufall gelandet, da eine Freundin von mir eine Freikarte hatte. Und der Cheffe von dem Laden muss wohl ziemlich jeder hübschen Mitzwanzigerin auch so eine Karte gegeben haben: 80% nett anzusehende Frauen...

Ich werde mich in Zukunft nie mehr darüber wundern, wenn mehr Jungs als Maderln in einem Laden sind: Der Großteil ist dann wohl auf irgendwelchen Club-Eröffungsfeten.

Aber trotzdem löblich: Echt netter Laden, Musik ziemlich gut - und es war nur auf der Tanzfläche laut, wo das ja auch Sinn macht. Drum herum konnte man sich sogar unterhalten. Löblich. Mir scheint das "Pure" einen zweiten Besuch wert zu sein, wen ich mal wieder den kleinen Disco-Stew aus mir rauslassen möchte...

Donnerstag, August 03, 2006

The Riddle of the Forge

Ich war an einem meiner letzten Woche in Berlin bei Japser und Lukas, dabei hatte ich Gelegenheit Ron Edwards, den Indie RPG "Guru", sowie Vincent Baker, den Autor von "Dogs in the Vineyrd" kennen zu lernen. Guru ist beileibe nicht das richtige Wort, Prof trifft es wohl besser.

Edwards ist Professor für Evolution - und das merkt man ihm auch bei Diskussionen an. Ich hab manchmal das (gute) Gefühl bekommen, wieder in einem spannenden Kolloqium zu sitzen und mit motivierten und inspirierten Menschen auf hohem Niveau diskutieren zu können.

Das erklärt wohl auch, warum die Forge (www.indie-rpgs.com) so ist, wie sie ist: Das ist kein Forum, das ist das Online-Äquivalent eines Universitätsseminars. Und so ist es kein Wunder, dass es sich von anderen Laber-Laber-Blubb-Blubb-Foren unterscheidet: Die Jungs arbeiten dort.

And that's a good thing. Wie man an Produkten wie Primetime Adventures etc. sehen kann.

Mittwoch, April 26, 2006

Begin at the beginning, the king said gravely

Jede Geschichte hat einen Anfang. Wie man ihn setzt, formt die Geschichte. Ein schlauer Mann hat mal geschrieben, dass eine Kurzgeschichte in dem Moment beginnt, an dem alles schon geschehen ist: Was übrig bleibt, ist Wirkung, Konsequenz.

Ich habe vor drei, vier Jahren mich entschieden, das amerikanische Rollenspiel Unknown Armies in Deutschland herauszugeben: weil mich die Thematik des Spiels angesprochen hat. So wie mich gute Geschichten ansprechen.

Es ging um etwas. Um Hoffnung, Macht, Träume und Konsequenzen. Und das sind noch immer die Themen, die mich interessieren. Auch nach dieser langen Zeit.

I remain: a sucker for a pretty story.